Knie: Totalruptur des posterioren Kreuzbandes (PKB), partielle Ruptur des anterioren Kreuzbandes (VKB) Zerrung des medialen Kollateralbandes (MCL)

Der Patient kam aufgrund der oben genannten Verletzungen nach einem Motorradsturz zu uns.

Der 31-jährige Patient, der aus einem europäischen Land stammt, konnte aufgrund persönlicher Umstände nicht nach Hause zurückkehren und lehnte eine operative Behandlung ab. Bei der ersten Sitzung erfolgte eine ausführliche Aufklärung über die Risiken und möglichen Nebenwirkungen. Sein größter Wunsch war es, wieder aktiv Thaiboxen auszuüben. Eine Herausforderung für uns, die wir mit großer Motivation und Freude annahmen.

Aufgrund seiner Motivation starteten wir ein intensives, konservatives Rehabilitationsprogramm. Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich deutliche Fortschritte.

Die Rehabilitation erstreckte sich über etwa sechs Monate. Während dieser Zeit wurden regelmäßig Untersuchungen beim Orthopäden sowie MRT-Aufnahmen durchgeführt, um den Heilungsverlauf der verletzten Strukturen zu überwachen, einschließlich Stresstests des PCL. Die Behandlung verlief mit typischen Höhen und Tiefen, wie sie bei einem intensiven Reha-Programm zu erwarten sind. Sechs Monate später konnten wir ein hervorragendes Ergebnis präsentieren: MRT-Bilder bestätigten die vollständige Heilung des hinteren Kreuzbandes.

Anschließend nahm der Patient wieder am Thaibox-Training teil, wobei der Fokus auf dem therapierten Bein lag.

Die Rehabilitation begann mit passiven Maßnahmen und wurde schrittweise durch sehr spezifische, aktive Reha-Methoden ergänzt.

Obwohl Verletzungen wie diese – vergleichbar mit der „Unhappy Triad“ – klassisch sind, wurde die Behandlung individuell auf den Patienten zugeschnitten, der eine hervorragende Mitarbeit zeigte.

Dieser Fall zeigt erneut, wie effektiv eine konservative Therapie sein kann, und wird zunehmend durch aktuelle Studien unterstützt.